
Olafur Gustafsson: Der Halblinke ist mit Island im Achtelfinale knapp an Frankreich gescheitert. Dass Island insgesamt, und er insbesondere, eine gue WM gespielt haben, will er nicht hören. Er sei “dissappointed”, das Team und er wollten weiterkommen. Ja, es war zwar Pech, dass zum Beispiel Alexander Petterson sich verletzt hat, aber das solle sich nicht wie eine Entschuldigung anhören. Olafur ordnet die WM für sich als wichtige Erfahrung ein. Die Mischung aus Toren und Fehlern war seiner Meinung nach insgesamt “a good lesson” und das erste große internationale Turnier “a absolut positive experience.” Bei der Frage nach seiner Gesundheit, fällt Olafur schon ins Deutsch: “Viel besser!”
Holger Glandorf: Hat die Spiele nach Möglichkeit geguckt. Schrieb sich ein paar Nachrichten mit Steffen Weinhold, gratulierte ihm zu seinen Leistungen. “Ich fand Steffen hat das richtig gut gemacht. Schön, dass er seine gute Form aus Flensburg mit nach Spanien genommen hat.” Auch die deutsche Nationalmansnchaft insgesamt hat Holger überzeugt: “Ich finde man hat gesehen, dass man mit Einstelllung und Leidenschaft viel erreichen kann. Die Mannschaft ist auf einem richtig guten Weg.” Und auch auf die Frage, ob Nationalmannschaft und Glandorf wieder zueinander finden, hat er eine Antwort: “Ich hatte und habe viel Lust auf die Nationalmannschaft. Ich werde mich mit meinen Leistungen anbieten, der Bundestrainer entscheidet dann.”
Jakob Heinl: Er gehörte nur kurz zum Kreis der Nationalspieler. Guckt jemand, der derzeit nicht mehr berücksichtigt wird, vielleicht aus Frust gar nicht mehr hin, wenn die Nationalmannschaft spielt? “Natürlich guck’ ich! Und ich hoffe einfach, dass ich irgendwann wieder dabei bin!” Auch Jakob ist während der WM in Kontakt mit Steffen Weinhold geblieben, auch er findet, dass er “richtig gut gespielt” hat.
Ljubomir Vranjes: Für den Trainer hat die WM eine besondere Bedeutung. Das heutige Hallentraining verlegte er auf neun Uhr vor, damit er es rechtzeitig zum Flughafen schafft – das erste Halbfinale erlebt er schon live vor Ort in Spanien, bleibt übers Wochenende. Was genau macht er da? “Ja, was mache ich da? Ich werde arbeiten! Bei solchen Endspielen trifft sich ja die ganze Handballwelt, Menschen von allen möglichen Vereinen, auch Agenten oder Spielervermittler. Ich habe viele Kontakte, und dieses Netzwerk werde ich pflegen. Dabei geht es viel um die Zukunft der SG. Da denke ich langfristig, so auf 5 oder sechs Jahre bezogen. Aber mehr kann ich nicht sagen!”
Thomas Mogensen: Der Spielmacher zum Halbfinal-Abend mit dänischer Beteiligung. “Ich freue mich auf heute Abend. Dänemark gegen Kroatien – das wird ein Riesen-Handballspiel!” Vor den Kroaten hat er viel Respekt. “Das wird das mit Abstand schwerste Spiel für Dänemark bis jetzt. Die Kroaten haben eine gute Spielanlage, sind sehr schnell und das obwohl sie auch so eine starke Physis haben. Die sind richtig gut!” Seine Entscheidung, Pause von der Nationalannschaft zu machen bereut er nicht. Super sei es gewesen, mal drei Wochen frei zu haben, zu Kräften zu kommen, den Kopf frei zu bekommen und Zeit für die Familie zu haben.”Das war super!”, sagt er noch ein Mal. Und: “Es hat sich gelohnt – jetzt ist wieder viel Motivation da, jetzt kann ich wieder 110 Prozent geben. Und ich will immer alles geben.” Eine kleine Einschränkung hat er dann aber doch: “Wenn Dänemark im Finale steht, werde ich mich vielleicht über meine Entscheidung ärgern. Aber das ist nur ein Tag, gegenüber vielen, an denen sich das gut angefühlt hat.”